Weilburger Adventskalender: 19. Türchen

Grube Waldhausen
Grube Waldhausen

Finden Sie dieses nasskalte Wetter auch so unangenehm? 10 Grad plus sind für heute angekündigt – und um 19 Uhr soll die Temperatur schon wieder auf 5 Grad Celsius gesunken sein. Und so zwischen 5 und 10 Grad Celsius bewegt sich auch unser Weihnachtswetter. Doch das soll uns nicht stören. Heute, am 19. Dezember, geht es noch einmal zu einer Wanderung nach Waldhausen. Diesmal rund um die längst stillgelegte Grube Waldhausen. Der Weg ist gar nicht so weit. Es sind nur etwas mehr als 3 Kilometer. Das klappt mit der richtigen Kleidung auch bei Regen. Die Wegmarkierung ist W2, aber zur Vorsicht sollten Sie die Karte oben vom Weilburger Adventskalender herunterladen.

Parken können Sie wieder entweder am Sportplatz, oder aber an der Ecke Lindenstraße/Schulstraße. Der Wanderweg führt dann mehr oder weniger schräg gegenüber in die Müllerstraße hinein. Der folgen Sie bis in den Feldweg hinein und biegen dann an der Kreuzung nach rechts ab.

1,2 Kilometer führt der Wanderweg W2 oberhalb der Lahn durch die Felder. Von hier oben haben Sie auch einen schönen Blick auf Ahausen und können zum Teil in das Grundbachtal in Richtung Drommershausen schauen.

Nach den 1200 Metern wenden Sie sich nach rechts. Dann nach ein paar Metern links und wieder rechts. Jetzt befinden Sie sich auf einem offensichtlich sehr altem Weg, den die Natur wieder zurückerobert. Nachfragen hat keine Antworten erbracht – aber vielleicht treffen Sie einen alten Waldhäuser, der Sie über diesen Weg aufklären kann. Vielleicht diente er dem Transport der abgebauten Erze von der Grube Waldhausen zur Bahnstrecke?

Dieser alte Weg führt am Ende zwischen zwei eingezäunten Grundstücken durch. Hier befand sich das Betriebsgelände der Grube Waldhausen.

Am sogenannten Eisenberg, entstanden besonders im 19. und 20. Jahrhundert die verschiedenen Betriebsgebäude. Hauptsächlich wurde Roteisenstein im Weilburger „Revier“ abgebaut. Schon 1822 wurde die Abbaugenehmigung verliehen. 1845 folgte hier in Waldhausen Mangan, 1861 Kupfererze. Nachdem Krupp aus Essen die Grube erworben hatte, wurde ein Tiefer Stollen angefahren. Und als sich der Tagebau in den 20er und 30er Jahren gar nicht mehr lohnte, hat man bis 1966 im Untertagebau die Erze gefördert. Die Gebäude sind hauptsächlich nach 1945 entstanden. Sie stehen dennoch unter Denkmalschutz, stellen sie doch in ihrer Gesamtheit und Vollständigkeit ein schönes Beispiel des Kleinabbaus in Weilburg und im Lahn-Dill-Gebiet dar.

Nach diesem kleinen Abstecher in die Geschichte geht es für Sie an der Wegkreuzung wieder nach links in Richtung Waldhausen. Bald schon erreichen Sie die Müllerstraße, dort gehen Sie links und an der Lindenstraße wieder nach links bis zurück zum Parkplatz.

Strecke: 3,3 Kilometer

Höhendifferenz: 44 Meter (Höhe von 163 Meter bis 207 Meter)

Anforderung: leicht

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