Schön restaurierter Brunnen in Drommershausen

Weilburger Adentskalender: 2. Türchen

Schön restaurierter Brunnen in Drommershausen
Schön restaurierter Brunnen in Drommershausen

Mit dem heutigen Türchen öffnen wir einen schönen Spaziergang rund um Drommershausen. Die Wege sind gut in Schuss, die Markierungen sind in Ordnung und der Spaziergang eignet sich für die ganze Familie, auch für die noch nicht oder nicht mehr ganz so flotten Familienmitglieder. Die Markierung auf dem Weg ist „D1“ und ist durchgängig gut lesbar.

Der Spaziergang führt durch die Drommershäuser Talbachstraße, das ist die Straße die durch den ganzen Ort geht, deshalb spielt es keine Rolle, wo Sie Ihr Auto abstellen. Wenn Sie aus Richtung Ahausen kommen, bietet sich die Mühle an dem Abzweig nach Löhnberg-Selters an. Oder parken Sie doch an der alten Bauernburg im Ortskern von Drommershausen. Dann ist nach dem Spaziergang auch eine Einkehr möglich. Natürlich nur zu den Öffnungszeiten der Straußwirtschaft – das sind insgesamt vier Monate im Jahr. Von Mitte April bis Mitte Juni und von Mitte August bis Mitte Oktober serviert die Straußwirtschaft regionalen Apfelwein mit Handkäs’ oder selbstgebackenen Kuchen. Details finden sich im Internet unter http://strausswirtschaft-sartorius.jimdo.com/.

Rund 90 Minuten dauert der Spaziergang. Wenn Sie in der Talbachstraße vor der Straußwirtschaft stehen, übrigens dem ältesten noch erhaltenen Wohnhaus des Ortes, wenden Sie sich nach links und schlendern gemütlich durch den Ort bis zur alten Mühle am Abzweig nach Selters. Dabei geht es an der neugotischen Kirche vorbei, die mindestens einen zweiten Blick wert ist.

An der Mühle führt der Weg auf der rechten Seite in den Wald. Der gesamte Spaziergang ist auch für Kinder oder Gehandicapte (komisches Wort – aber Behinderte will ich nicht schreiben) geeignet. Immer am Bach entlang liegt zunächst der Rohbacher Hof und wenig später der Steinzlerhof auf der linken Seite. Mit dem Steinzlerhof beginnt die Geschichte von Drommershausen. Das hier existierende Hofgut wurde schon 1197 erstmalig in einer Urkunde erwähnt. Nach einer Biegung steigt der Weg langsam an.

Immer geradeaus geht Ihr Spaziergang, dabei stoßen Sie dann auf einen Wanderweg des Taunusklubs, der mit einem Dreieck markiert wurde. Hier biegen Sie nach rechts ab, um wieder zurück in den Ort zu kommen. Wenn Sie geradeaus gehen, erreichen Sie nach rund einem halben Kilometer den Drommershausener Märchensee. Ein romantisches Fleckchen im Wald, fast komplett mit Seerosen bedeckt. Einige Bänke laden dort zum Verweilen ein.

Der Weg, nun immer mit dem Dreieck markiert, führt immer geradeaus zurück in den Ort. Bevor es endgültig zurück auf die Talbachstraße geht, können Sie auf einer Bank noch den Blick über Drommershausen genießen.

1157 oder 1196 wurde die Ortschaft zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Und im Jahr 1517, so wissen die Urkunden, wurde eine Kapelle geweiht. Die 1895 erbaute neugotische Hallenkirche ist, wie oben schon erwähnt, eine wirkliche Sehenswürdigkeit.

Im Grundbachtal Richtung Weilburg liegen zwei historische Wassermühlenanwesen, die Grünsmühle und die Neumühle, die von der Familie Jung betrieben wurde und daher auch als Jungsmühle bekannt ist. Ihr Ursprung reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück.

Vor dem Dreißigjährigen Krieg gehörte Drommershausen nacheinander zum Gebiet der Herren von Scharfenstein, von Rode, von Rodenstein und von Greifenklau. Es waren alles Lehnsmänner des Bistums Worms waren.

Die Rodensteinern waren neben Drommershausen auch die Herren von Hirschhausen, Pfaffenhausen (einer Wüstung zwischen Hirschhausen und Kubach) und Weilmünster.

Ihr Geld verdient die Drommershäuser hauptsächlich mit dem Eisenerzbergbau und Landwirtschaft.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts, genau gesagt 1823 hatte Drommershausen Ort, zusammen mit dem Steinzler Hof, dem Ursprung des Ortes) 223 Einwohner.

Länge: etwa 5 Kilometer

Steigung: 127 Meter

Anforderungen: Familienspaziergang, der in der ersten Hälfte stetig nach oben führt

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Drommershausen zeigt stolz die Erzbergbauvergangenheit
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